Innovationskolleg "Optische Informationstechnik"
 
gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft


 

Exponat 1 : Lichtinduzierte Ortsfrequenzfilterung

Das Exponat umfaßt :


Der optische 4f-Prozessor ist ein wichtiges Prinzip zur Realisierung optischer Bildverarbeitungsoperationen. Durch den Einsatz nichtlinearer optischer Elemente in der Fourierebene ist eine der Struktur des Objektes angepaßte Filterung möglich. Derartige Aufbauten sind bisher mit farbstoffdotierten Flüssigkristallfilmen [1] und mit Bacteriorhodopsin [2] zur Hervorhebung von Fehlstellen in periodischen Strukturen demonstriert worden. Durch den Einsatz eines OASLM [3] (optisch adressierbarer Flüssigkristall-Lichtmodulator, Hersteller Jenoptik Laser, Optik, Systeme GmbH) ohne innere Reflexschicht ("leaky" OASLM) konnten nicht nur qualitativ gute Filterergebnisse bei kompaktem Aufbau demonstriert werden, sondern auch weitere optische Filteroperationen wie Kantenverstärkung und Phasenkontrast in Echtzeit realisiert werden [4].

Referenzen :

  1. J. Kato, I. Yamaguchi, H. Tanaka, Nonlinear spatial filtering with a dye-doped liquid-crystal cell, Opt. Lett. 21 (1996), 767
  2. T. Okamoto, I. Yamaguchi, K. Yamagata, Real-time enhancement of defects in periodic patterns by use of a bacteriorhodopsin film, Opt. Lett. 22 (1997), 337
  3. C. C. Mao, K. M. Johnson, Real-time edge enhancement with hybrid amorphous silicon/ferroelectric liquid crystal devices, Opt. Commun. 87 (1992), 150
  4. H. Rehn, R. Kowarschik, Einsatz eines OASLM zur optischen Bildverarbeitung, Poster, DGaO-Tagung Kloster Banz 1997


Exponat 2 : Mikrooptische Funktionselemente

Das Exponat umfaßt :

Moderne hochauflösende Strukturierungsverfahren insbesondere auf der Basis der Elektronenstrahllithographie ermöglichen heute die Realisierung von Beugungsstrukturen in den Dimensionen der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes und darunter und erreichen damit den Nanometerbereich. Unter diesen Verhältnissen ergeben sich für diffraktive Optiken wesentliche neue Eigenschaften gegenüber konventionellen Elementen:
Damit ergeben sich neue Konzepte zur Realisierung unterschiedlichster funktionaler optischer Eigenschaften auf der Basis einer einheitlichen Technologie und mit hoher Lichteffizienz. Insbesondere wird eine gezielte Kombination von spektroskopischen, ablenkenden und polarisationsoptischen Eigenschaften innerhalb eines einzelnen Elementes für die gezielte Herstellung von optischen Funktionselementen absehbar. Für eine Replikation der optischen Funktionselemente sind einfache Abformungsverfahren einsetzbar. Anwendungsgebiete liegen in der optischen Signalverarbeitung, der optischen Kommunikation und in der Meß- und Sensortechnik. Die Entwicklung der hochauflösenden Strukturierungstechnologie eröffnet damit neue Horizonte für eine flexible Realisierung optischer Funktionselemente.


Exponat 3 : Hochbitratige Übertragungsstrecke

Das Exponat umfaßt :

In zukünftigen hochbitratigen optischen Telekommunikationssystemen auf Glasfaserbasis werden die elektronischen Repeater durch periodisch angeordnete optische Verstärker ersetzt werden. In typischen, in Europa installierten Faserübertragungsstrecken ( ca. 500 - 1000km) werden etwa 10 optische Verstärker benötigt. Die ins Auge gefaßten Übertragungsraten sollten mindestens 10 Gbit/s bei einer Wellenlänge und einer Polarisationsrichtung des Lichtes betragen. In unserem Exponat stellen wir die störungsfreie Übertragung dieser Bitrate über ca. 800 km in einer Faserübertragungsstrecke mit Halbleiterverstärkern bei einer Trägerwellenlänge von 1310 nm vor.

Bei der Entwicklung und Optimierung des Gesamtsystems und des Tests einzelner Elemente ist der von uns benutzte Faserschleifen-Aufbau eine günstige Alternative zu einem Feldexperiment.

Der Faserschleifen-Aufbau weist einige charakteristische Vorteile auf:

Ergebnisse :

Weitere Vorhaben :

Andere mögliche Anwendungsgebiete : Mikrowellenanalogübertragung in optischen Fasern


Exponat 4 : 3-dimensionale Wellenleiterbauelemente

Das Exponat umfasst:

Steigende Datenraten und wachsende Kanalzahlen kennzeichnen die Trends der Informationsübertragung. Höhere Integrationsgrade von Bauelementen und Elemente mit neuer Funktionalität sind damit, ebenso wie in der Sensorik, von grundsätzlichem Interesse. Mit 3-dimensionalen Wellenleiterbauelementen lassen sich potentiell grosse Kanalzahlen realisieren und in Verzweiger- und Schaltstrukturen umsetzen. Verringerte Längen von Verzweigern, der mögliche Verzicht auf Wellenleiterkreuzungen sowie die Nutzung von mehr als 2 Grenzflächen zur Signalein- und Auskopplung sind einige wesentliche Eigenschaften, die 3D-Elemente von herkömmlichen Wellenleitern unterscheiden. 3D-Richtkopplerbauelemente, bei denen das Licht im Eingangskanal durch horizontale und vertikale Kopplung auf verschiedene Ausgangskanäle verteilt wird, stellen hohe Ansprüche an die Genauigkeit, mit der die Designparameter durch die Herstellungstechnologie umzusetzen sind. Für verschiedene Grundmaterialien lassen sich angepaßte Technologiefolgen entwickeln. Die Flexibilität der Materialeigenschaften und der Herstellungstechnologien bei Polymeren ermöglicht es, entsprechende Richtkoppler in geeigneten Folgen von Kunststoffschichten mit den Standardprozeßschritten fuer Polymerwellenleiter herzustellen /1/,/2/.

Referenzen :

  1. Th.Hennig, Ch.Wächter, L.Friedrich, P.Dannberg, W.Karthe, A.Bräuer, Ch.Veron, 'New Threedimensional (1x4) Directional Coupler Devices in Polymers', 8th European Conference on Integrated Optics ECIO '97, paper PD2 (post deadline)
  2. L.Friedrich, P.Dannberg, Ch.Wächter, Th.Hennig, A.Bräuer, W.Karthe, 'Directional coupler device using a three-dimensional waveguide structure', Opt.Comm.137, pp.239-243, 1997


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